Träume anderer von mir im letzten Jahr

Ich träumte, dein Vater sei Lyriker und liege in einem Frankfurter Krankenhaus. Du behauptetest, kein Geld für die Zugfahrkarte zu haben, ich aber wusste, dass du Goldbarren in einem Bankschließfach hast und davon junge männliche Lyriker in Singapur unterstützt. Und so schimpfte ich sehr mit dir, dass du nicht nach Frankfurt fährst. Im Hintergrund sprang Stephan Porombka durchs Bild; ich glaube, er machte Witze über Handke.

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Diese Nacht hatte ich einen überraschenden Traum von dir. Es ging darum, dass du einen ziemlich großen Milchhof betriebst, was aus der Entfernung daran erkennbar war, dass alle Wege flankiert wurden von pipelineartigen Gummischläuchen mit dem Aufdruck »Schönhof« oder auch »Ronhof«. Dieser Hof, ein ausschweifendes Fachwerk-Anwesen, diente nicht in erster Linie monetären Zwecken als zweites Standbein neben der Dichtung, sondern war eher ein großangelegtes Projekt aus Leidenschaft. Vielleicht im Sinne einer Arbeitsteilung: da andere bereits die Honigproduktion übernommen haben, wirst du in diesem Lande die Milch fließen lassen?

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Übrigens träumte ich von dir. Du wurdest 56 und wolltest nur mit deiner Mutter feiern. Sie war Inderin und brachte dir ein buntes Stirnband mit.

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Ich hab von dir geträumt! Du lebtest in einem riesigen, kantigen Wohnungskomplex im obersten Geschoss. Um dich herum wohnten laute, bärtige (!) und gefährliche Menschen, aber deine Möbel waren hell und landhäusig, an den Fenstern rankten von außen (form-)schöne Pflanzen und ich atmete tief aus und sagte: »Wie wunderbar das ist, sich lebenderweise in der Natur aufzuhalten.«

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Mir träumte: Wir stiegen in deinem Haus nach oben, auf der Treppe saßen deine zwei Katzen, eine weiß, eine blau. Auf dem Dachboden hatte deine Frau zwei Männer untergebracht, die sie miteinander verkuppeln wollte: einen eleganten, schmalen und einen sagen wir gemütlichen Mann, der freundlich ablehnte mit den Worten: »Es gibt schon zu viele Arschlöcher, die ich umarmen könnte.« Deine Frau war Sportlehrerin und kommandierte ihre Schüler vom Dachfenster aus. Wir gingen wieder hinaus und spazieren und dann warst du verschwunden und ich wollte dir ein Päckchen mit Schokolade schicken und dann spielte der Wecker Adele. Someone Like You um acht Uhr früh.

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Wegen deiner Katzen habe ich von Hasen oder auch Kaninchen geträumt, sie lagen in Vorgärten begraben, und ein ganzer Hügel war von einem Kaninchenfell bedeckt.

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~ von R - 10. August 2013.

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