Silberstein [Aus den Notizen des Garçons rekonstruierter XII. Brief]

Wieder haben die Polizeiempfänger mitten in der Nacht geklingelt und sind dann fortgerannt — bis dorthin (ich kann diese Stelle wiederfinden), wo sie ihre Stelzen deponiert hatten.
Ich sah das mittels des Garçons.
Die Zeitungen — aber es duftete auch nach Tee — sind heute voller Baustellenfotos. Karthago, Pompeji, Stonehenge, Vineta, Takatuka, Poesie.
Ich weiß nicht, ob mir die Nymphen das erläutern können.
Draußen ist sehr nah. Heute, an mir. Es regnet mich noch um den Verstand.
Sollte dieser Staat bankrott gehen, würde man ganz genau sehen, was Oberfläche ist und was Struktur.
Es wird dies ein Schwammjahr.
Nein, ich definiere mich nicht dadurch, dass ich die Briefe an dich nicht datiere. Ich lasse sie auch nicht vom Befremder redigieren. Er strafft mir das Unglaubliche zu sehr.
Die Nacht, die sich jetzt in den Tag gießt, ist dünn wie ein über eine Nacht gelegter Tag.
Alles ist wie ein Vergleich.

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~ von R - 30. Juli 2011.

Eine Antwort to “Silberstein [Aus den Notizen des Garçons rekonstruierter XII. Brief]”

  1. Lieber Ron Winkler — auch in Wien regnet es einen manchmal um den Verstand . .

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