Aus der Akte Torp

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Es gab den Tagtorp, den Dunkeltorp. Es gab den Ellenbogentorp. Aber auch den Schneewehenbegehertorp. So, wie es den Generaltorp gab. Und den Zwischentorp. Den kaum hörbar eingeflüsterten Torp. Den Torp mit einem Kilo Batterien in der Handtasche. Den Süße-Sahne-Verbitterer-Torp.
Es gab den Torp, der größer war als Torp. Den aureolischen, halluzino-generischen Torp. Den dann und wann überdimensionierenden Torp. Mister T. Aufschwemmtorp, wie ihn die Kinder riefen, die ihn kannten. Die ihn als Torp hinter Fenstern kannten. Torp hinter Musik, Torp hinter der Stille. Torp: die Stille.
Und: Die Stelle Torp. In der ein Torp ein ganzes Universum bilden konnte — ohne sich dabei in einem Universum zu befinden. Ein Universum, in dem zwei Torps weniger wären als nur ein Torp. (Und drei Torps wiederum mehr als vier.)
Torp fand jedenfalls statt. Als Hand, die im nichttorpischen Raum herumfuchtelte. Aber auch darüber hinaus. Als Morbus Torp. Als Erzählperspektive. Als Maßeinheit. Als eine Art Voodoo.
Torp, der sich hinter sich selbst befindend sich selbst voraus war. Der sich selbst Torp genannt hätte.
In seiner Jugend das kleine Torpchen. Dann der Torpling so vieler Frauen. Torp der Torpolero. Der Torp seiner selbst.

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~ von R - 9. November 2009.

Eine Antwort to “Aus der Akte Torp”

  1. oder „Torp für sich selbst.“ wäre das nicht noch deutlicher?

    weniger zuordnend, sondern eher …, möglicherweise.

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