Willkommen, Abschied

Lebwohl

Erste Dinge zuerst: Maschinerien schmachten eigentlich kaum, und ich war müde vom Warten. Lies: vom Sehnen. Ich verkaufte dein Rad und nahm den Bus

nach Winnipeg. Lebwohl kleines Kätzchen am Wegrand. Lebwohl Kalifornien; macht’s gut, ihr Schlüsselbänder meiner Jugend. Ihr unbeantworteten Briefe. Ihr Idole und Reliquien; mach’s gut, Unterseite deines Handgelenks.

Mögen wir unserem einen guten Jahr treu bleiben. Mögen die Suchtrupps neu starten. Es gibt kein Ende, auf das ich nicht vorbereitet bin. Auf die eine oder andere Weise. Schlüsselbein oder Wolle; zum Beispiel:

ein Mantel. Ein Hammer. Kein besseres Werkzeug als Hunger. Einfach gesagt: Ich heiratete ein Zimmer. Ich aß Snack Cakes, über die Spüle gebeugt.

Allison Titus

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~ von R - 14. Juli 2009.

5 Antworten to “Willkommen, Abschied”

  1. das mag ich.

  2. großartig, auch das original.
    »erste dinge zuerst« finde ich nicht so glücklich übersetzt.

  3. Ich freue mich immer sehr, wenn ich in Gedichten erscheine.

  4. wohlan. man könnte es überdenken. ich fand es guten trockeneisnebel, gegenüber »letzte dinge«.
    hab kaum zeit hier in Bath-Bath; mehr also später.

  5. „Ich aß Snake Cakes, über die Spüle gebeugt.“ wirkt wie ein Resumee. Einfaches und klares Ankommen, vielleicht, nach einer langen Reise, weil sonst nichts anderes im Kühlschrank zu finden war. Wie es halt so ist, wenn man jung ist, oder auf Reisen. Ein Bild, das einfach nur sehr sympathisch wirkt, durch seinen schlichten laissez-fairen Charme.

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